Winnigstedter Gespräche – 2018

Hier finden Sie die ersten "Winnigstedter Gespräche".
Ich begrüße dieses Format, mit dem ein ganz individueller und auch sehr persönlicher Blick auf unser Winnigstedt und die Menschen hier geworfen wird!

Ein Hinweis aber muss sein: Die hier wiedergegebenen Meinungen stellen nicht unbedingt die Meinungen "der Gemeinde" Winnigstedt und ihrer Organe dar.

So, jetzt aber viel Vergnügen beim Lesen!

Michael Waßmann
(Bürgermeister)


Winnigstedter Gespräche - Folge 3, im Mai 2018

Vorwort der Schulleiterin der Grundschule Winnigstedt, Frau Lohse:

Das Interview wurde geführt von Jesper Krekels und Sascha Dohrand.
Beide sind Schüler unserer dritten Klasse.
Das Interview ist während einer Projektarbeit zum Ort Winnigstedt enstanden.
Die Idee dazu hatten die Kinder, als sie auf der Homepage zu den Thema „Winnigstedt“ gestöbert haben.

Name: Dagmar Kasten
Alter: 72 Jahre
Beruf: Schulsekretärin
Hobbys/Ehrenämter: Basteln, Seniorenkreis, Nachmittagsbetreuung

1. Aus welchem Grund und wann hat es dich nach Winnigstedt gezogen?
1953 hat es mich nach Winnigstedt verschlagen. Bis dahin lebte ich in Osterode am Fallstein bei meinen Großeltern. Als meine Großmutter verstarb, musste ich zu meiner Mutter nach Winnigstedt ziehen, die bereits in Winnigstedt lebte.

2. Warum bist du bis heute in Winnigstedt geblieben und was macht das Leben in Winnigstedt besonders aus?
Als Kind hatte ich erstmal keine Wahl. Ich bin auch hier in eure Schule gegangen. Dann habe ich meinen Mann kennen und lieben gelernt. Heute ist Winnigstedt meine Heimat und ich fühle mich sehr verbunden zu dem Ort. Ich liebe die grüne Natur in und um Winnigstedt herum und fühle mich in der Dorfgemeinschaft sehr wohl.

3. Welches ist das bedeutsamste / beeindruckendste / nachhaltigste Ereignis, was du in Winnigstedt erlebt hast / dir in Erinnerung geblieben ist?
Das ist für mich die Grenzöffnung 1989. Das ist das Beeindruckenste, dass ich dann auch wieder meinen Geburtsort sehen konnte.
Ein sehr nachhaltiges Ereignis war für mich auch das Hochwasser 2002 in Winnigstedt. Da stand sogar das Wasser in der Schule 20 cm hoch.

4. Was gefällt dir in Winnigstedt am besten?
Am besten gefällt mir die Grundschule. Da arbeite ich seit 1985. Die Schule liegt toll im Grünen und man kann sich dadurch sogar in der Schule erholen. Es ist einfach eine kleine gemütlich Grundschule.

5. Welcher Ort / welches Gebäude / welcher Platz hat für dich eine besondere Bedeutung / Faszination?
Wie ich schon gesagt habe, ist für mich die Schule das Schönste. Gerne wandere ich auch auf den Wanderwegen. Am besten gefällt mir der Wanderweg nach Mattierzoll. Wenn das Laub in Herbst bunt gefärbt ist, geht man auf dem Weg durch das Laubdach wie durch einen bunten Blättertunnel.

6. Wo siehst du in Winnigstedt noch Potential?
Ich würde mich freuen, wenn noch mehr junge Familien unsere Dorfgemeinschaft und das Dorfleben bereichern würden. Winnigstedt hat so viele Vereine. Und unsere Turnhalle könnte auch nachmittags noch intensiver genutzt werden. Das würde mich freuen.

7.  Mit welchem Satz würdest du für Winnigstedt bei Freunden, Verwandten / Kollegen werben?
Winnigstedt ist ein sehr schöner Ort mit viel Grün drumherum und traumhaften, ruhigen Rundwanderwegen und einem aktiven Dorfleben.

8. Welches Projekt würdest du am liebsten in Winnigstedt anstoßen?
Schön ist, dass das Projekt Dorftreff angestoßen wurde. Ich hoffe, dass es weitergeführt wird und sich immer Menschen finden, die bereit sind, dafür die Verantwortung zu übernehmen.

9. Welche Veranstaltung würdest du gerne in Winnigstedt erleben, die du auch ggf. selbst bereit wärest, sie zu organisieren?
Ich engagiere mich bei dem Dorffest. Diese Veranstaltung liegt mir am Herzen und ist immer eine tolle Möglichkeit gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Mit dem Seniorenkreis organisiere ich auch gerne Veranstaltungen und gemeinsame Fahrten.

Zusatzfragen der Schüler
10. 
Gab es in Winnigstedt gefährliche Situationen?
Es gab 1989 mal mehre Brände. Da war es so kalt, dass das Wasser gefroren ist und dadurch die Löscharbeiten erschwert wurden.

11. Warum engagieren Sie sich seit vielen Jahren so sehr für unsere Schule?
Weil mir die Schule in Winnigstedt am Herzen liegt und ich hier gerne arbeite, auch wenn ich mich schon ausruhen und im Sessel sitzen könnte. Natürlich auch, weil ich Kinder mag.

Das Interview führten Jesper Krekels und Sascha Dohrand in Verbindung mit Martin Pape

Winnigstedter Gespräche - Folge 2, im April 2018

Name: Uta Schmidkunz
Alter: 56 Jahre
Beruf: Tischlerin und Sozialassistentin

1. Aus welchem Grund und wann hat es euch nach Winnigstedt gezogen?
Wir waren auf Haussuche zur Gründung einer Familie. Haus und Grundstück waren perfekt dazu.

2. Warum seid ihr bis heute in Winnigstedt geblieben und was macht das Leben in Winnigstedt besonders aus?
Unsere Kinder konnten hier prima aufwachsen. Die Selbständigkeit meines Mannes konnte gut verwirklicht werden.

3. Welches ist das bedeutsamste / beeindruckendste / nachhaltigste Ereignis, was du in Winnigstedt erlebt hast / dir in Erinnerung geblieben ist?
Die Einschulung der Kinder. Festumzüge mit Treckeranhängern voller Kinder. Und die Sportfeste mit voller Turnhalle.

4. Was gefällt euch in Winnigstedt am besten?
Die Ruhe und eine sehr gute Nachbarschaft. Wir sind zudem in der glücklichen Lage, in diesem Dorf unseren Lebensunterhalt zu verdienen.

5. Welcher Ort / welches Gebäude / welcher Platz hat für dich eine besondere Bedeutung / Faszination?
Die Schule mit dem angrenzendem Spielplatz sowie die Christuskirche.

6. Wo siehst du in Winnigstedt noch Potential?
Im Sportverein könnten für die Kinder wieder mehr Aktivitäten angeboten werden. Und es fehlt ein Dorfladen.

7.  Mit welchem Satz würdest du für Winnigstedt bei Freunden, Verwandten / Kollegen werben?
Ich fühle mich hier wohl. Weil ich mich auf einem großen Grundstück ausleben kann, die Ruhe ist grandios.

8. Welches Projekt würdest du am liebsten in Winnigstedt anstoßen?
Das Dorfladenprojekt.

9. Welche Veranstaltung würdest du gerne in Winnigstedt erleben, die du auch ggf. selbst bereit wärest, sie zu organisieren?
Ein gutes Dorfgemeinschaftsfest (gute Disco), Spiel ohne Grenzen, Tag des offenen Gartens/ Hofes.

10. Unbeachtet finanzieller, rechtlicher, tatsächlicher oder anderer Gründe, was wünschst du dir für/ in Winnigstedt??
Möglichkeiten, dass alte Menschen hier betreut leben können. Attraktive Bauplätze für junge Familien. Damit verbunden der Erhalt des Kindergartens und der Schule. Und einen Lebensmittelmarkt.

Frage des Ortsbeauftragten:
Welche Vorschläge hättest du, um mehr, vor allem junge Winnigstedter für Ehrenämter zu begeistern ?
Direkte Ansprache, bei der man gut zuhört und die jungen Menschen ernst genommen werden. Ausschreibung für verfügbare Ämter.

Frage des Bürgermeisters:
Wo siehst du den Ort Winnigstedt in zehn Jahren?
Was hat sich verändert, welche Hoffnung hat sich erfüllt?
Als einen Ort, der durch gemeinsames Handeln eine gewisse Unabhängigkeit erhält, einen Ort, in dem die Dorfgemeinschaft immer weiter zusammen wächst.

Das Interview führte Martin Pape

Winnigstedter Gespräche - Folge 1, im März 2018

Name: Nils und Diana Bialojahn
Persönliches: verheiratet, 2 Kinder
Alter: 37 und 35 Jahre alt
Beruf: Bergmann und Altenpflegerin
Hobbys/Ehrenämter:  beide Feuerwehr Winnigstedt

1. Aus welchem Grund und wann hat es euch nach Winnigstedt gezogen?
Nils: Ich habe als Kind schon in Winnigstedt gelebt.
Diana: Ich bin wegen Nils nach Winnigstedt gezogen.

2. Warum seid ihr bis heute in Winnigstedt geblieben und was macht das Leben in Winnigstedt besonders aus?
Das ländliches Leben.

3. Welches ist das bedeutsamste / beeindruckendste / nachhaltigste Ereignis, was ihr in Winnigstedt erlebt habt / euch in Erinnerung geblieben ist?
Nils: Meine Jugend, das freie Aufwachsen. Und das  Hochwasser 2002.

4. Was gefällt euch in Winnigstedt am besten?
Viel Grün und viele Möglichkeiten zum Spazierengehen in & rund um Winnigstedt.

5. Welcher Ort / welches Gebäude / welcher Platz hat für euch eine besondere Bedeutung / Faszination?
Der Wanderweg, die Grüne Brücke sowie Kindergarten & Grundschule.

6. Wo seht ihr in Winnigstedt noch Potential?
Im Dorfleben. Und dass in alte Häuser wieder junge Leute einziehen und somit junges Leben.

7.  Mit welchem Satz würdet ihr für Winnigstedt bei Freunden, Verwandten / Kollegen werben?
Ländliches Leben – viel Natur und die Nähe zu den Städten in Ost und West, sowie die Nähe zum Harz.

8. Welches Projekt würdet ihr am liebsten in Winnigstedt anstoßen?
Das derzeit durchgeführte Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“.

9. Unbeachtet finanzieller, rechtlicher, tatsächlicher oder anderer Gründe, was wünscht ihr euch für / in Winnigstedt?
Erhalt von Kindergarten & Grundschule und somit Leben im Ort. Und Einkaufsmöglichkeiten.

Frage des Ortsbeauftragten:
Welche Vorschläge hättet ihr, um mehr, vor allem junge Winnigstedter für Ehrenämter zu begeistern ?
Zeitgerechtes Image, passend zum Ehrenamt.
Ehrenamt Feuerwehr: Funktionierende Ausrüstung und Gebäudeausstattung sowie die ganz wichtige Wertschätzung für den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr.

Frage des Bürgermeisters:
Wo seht Ihr den Ort Winnigstedt in zehn Jahren?
Was hat sich verändert, welche Hoffnung hat sich erfüllt?
Einen Dorftreff für Jung und Alt und einen Dorfladen.
Junge Familien im Ort.
Schüler und Kinderzahl von Grundschule und Kindernest stabil oder (wünschenswert) sogar steigend.
Durch den demographischen Wandel insgesamt leider ein weiterer Rückgang der Einwohnerzahlen.

Das Interview führte Martin Pape