Unser Dorf hat Zukunft – „Denk Dein Dorf“

Die Wettbewerbskommission für den Landesentscheid…

war am Dienstag, dem 28. August von halb zehn bis elf Uhr in Winnigstedt zu Gast. Richtig schön war nicht nur das Wetter, sondern vor allem die Tatsache, dass eine solch große Gruppe von Winnigstedtern, natürlich auch viele Vereinsvorsitzende und Ratsmitglieder, dabei war.
Dafür danken Siegfried Richter als Vorsitzender des Kulturring e.V. und Michael Waßmann als Bürgermeister im Namen der vielen Engangierten des Dorfes und im Namen der Gemeinde sehr.
Wir haben zusammen eine ausführliche und kurzweilige Führung durch unser Dorf geboten, da sind wir uns sicher. Die Kommission wurde von uns mit sehr vielen Informationen über Winnigstedt, seine Vergangenheit, die hier wohnenden Menschen und vor allem über unsere Zukunftsaussichten versorgt.

Nun sind wir gespannt, wie die Einschätzung der Kommission lauten wird. Am 31. August gibt es dazu weitere Nachricht.

Und schon vorweg: Die Abschlussveranstaltung für den Dorfwettbewerb soll am 5. November stattfinden. Uhrzeit und Ort sind noch offen.

 

 

 

 

 

Winnigstedt präsentiert sich am 28. August 2018!

Jetzt wird es richtig spannend für Winnigstedt! Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ stehen wir in der finalen Runde.
Insgesamt 18 Dörfer haben sich in den Vorrunden (Kreiswettbewerb am 15. August 2017, Regionalentscheid am 1. Juni 2018) qualifiziert – aus einer Runde von insgesamt 170 niedersächsischen Dörfern, die sich zur Teilnahmean dem Wettbewerb motivieren konnten. Dass Winnigstedt sich bis zum Landesentscheid durchsetzen konnte, ist schon eine starke Leistung.

Siegfried Richter, Vorsitzender des Winnigstedter Kulturringes e.V. sowie Bürgermeister Michael Waßmann freuen sich über diesen Erfolg und danken den vielen Akteuren im Dorf für ihr Engagement. Wichtiger noch als Urkunden und Preisgeld sind aber die Menschen, die hierbei für ihren Heimatort Winnigstedt gewonnen weurden, die überzeugt werden konnten, dass Engagement sich lohnt.

Nun, am 28. August präsentiert sich Winnigstedt einer zehnköpfigen, mit Fachleuten hochkarätig besetzten Bewertungskommission. Nur eineinhalb Stunden bleiben uns Winnigstedtern, um die Jury davon überzeugen, was wir in Winnigstedt alles tun, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Es geht also nicht in erster Linie die Häuser in unserem Ort in all den Facetten, wie sich sich zeigen. Es geht um den Zusammenhalt und das Funktionieren der dörflichen Gemeinschaft, um die Schaffung kreativen Potentials, um die Lust am Probieren. Unser neues Projekt „Dorftreff Grenzenlos“ zählt dazu, eine wundervolle und ganz neuartige Ergänzung der vielen Angebote, die wir in Winnigstedt haben. Neben den regulären Verstaltungen und der Arbeit der Vereine, der Feuerwehr mitamt ihrer Jugend, des Seniorenkreises und der Kirche haben wir noch einen prall gefüllten Veranstaltungskalender mit den kleinen und großen Besonderheiten! Sovielfältig und lebendig läuft unser soziales und kulturelles Zusammensein ab. Darum: Winnigstedt hat Zukunft!

 

 

 

 

Abschlussveranstaltung zum Regionalentscheid auf der Burg Warberg am 9.8.2018

Im festlichen Rahmen auf der Burg Warberg trafen sich Vertreter aller Ortschaften, die am Regionalentscheid teilgenommen hatten. Durchgesetzt hatten sich drei von ihnen: Winnigstedt, Räbke und Warberg – ein jedes Dorf mit seinen unterschiedlichen Qualitäten.

Die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge, der Helmstedter Landrat Gerhard Radeck und der Vorsitzender der Wettbewerbskommission, Klaus Drögemüller, händigten den Vertretern der auserkorenen Dörfern die Urkunden und neben weiteren Unterlagen zum Wettbewerb auch die Preisgelder aus. Für Winnigstedt sind dies 750 Euro.

Das Engagement aller teilnehmenden Ortschaften wurde durch individuelle und ausführliche Beurteilungen der Kommissionsmitglieder gewürdigt.

Winnigstedt war auf der Veranstaltung mit acht Vertretern zugegen, die sich angenehm berührt von der Veranstaltung zeigten. Der Winnigstedter Bürgermeister Michael Waßmann ergriff das Wort und betonte die besondere Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in der ländlichen Region. Das gelte umso mehr in Ortschaften mit Herausforderungen. Wie zum Beispiel in Winnigstedt mit seiner Lage hart an der ehemaligen Zonengrenze, wie auch die Kommission anmerkte. Aber, so der Bürgermeister, Winnigstedt meistere diese und auch andere Herausforderungen. Und: Dorfentwicklung, das sei nicht in erster Linie die bauliche Verschönerung von Dörfern, sondern das Gewinnen von Menschen – für eine Idee und für ihren Ort. Zukunft sei, wenn sich Menschen für ihren Ort einsetzten!

Winnigstedt hat sich auch in der ersten Stufe des Landesentscheides durchgesetzt!

Lesen Sie hier die heutige Pressemitteilung:

„Auch in der zweiten Runde des vom Land Niedersachsen ausgerufenen Wettbewerbes mit dem Titel „Unser Dorf hat Zukunft!“ hat sich Winnigtedt durchgesetzt. Das berichtete am Freitag Nachmittag der Winnigstedter Bürgermeister Michael Waßmann. Von 11 Uhr an war die zehnköpfige Wettbewerbskommission in Winnigstedt, wo sie von über zwanzig Bürgerinnen und Bürgern an der Grundschule empfangen wurde. Es waren überwiegend die Vorsitzenden und Vertreter der örtlichen Vereine und der weiteren Institutionen, welche die Kommission zunächst auf den Schulhof der Grundschule begleiteten. Während die quirligen Schulkinder in die Klassenräume strömten, berichtete Schulleiterin Jennifer Lohse über die besonderen Unterrichtskonzepte der kleinen Schule, an der zur Zeit 60 Kinder im Rahmen eines inklusiven Konzepts beschult würden.
Bürgermeister Waßmann wusste anschließend darzulegen, dass es nicht nur ein glücklicher Umstand für den Ort sei, dass die Schule überhaupt existiere, sondern dass dies vor allem dem dörflichen Engagement zu verdanken sei. Im Jahr 2012 hätte die Samtgemeinde Schöppenstedt – vor Ihrer Fusion mit der Asse – als Trägerin die Schließung der Schule beabsichtigt. Hintergrund seien sinkende Schülerzahlen vor allem in der Grundschule Schöppenstedt und Einsparungsbemühungen im Zuge des mit dem Land geschlossenen Zukunfts- und Entschuldungsvertrages gewesen. Winnigstedt habe umgehend reagiert und – erfolgreich – um den Erhalt der Schule gekämpft. Hierzu sei vereinbart worden, dass die Gemeinde eine Stiftung gründet, aus deren Erträgen künftig die Betriebskosten der Schule in Höhe von einigen zehntausend Euro aufgebracht würden. An diese Vereinbarung aus dem Jahr 2014 halte man sich noch heute, so dass das schlagende Herz Winnigstedts erhalten bleibe.
Der Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule, Nils Bialojahn berichtete von dem nimmermüden Einsatz der Eltern und der zahlreichen langjährigen Freunde der Grundschule. Mit den Fördergeldern würden fortlaufend Anschaffungen für die Schule, wie Lernmaterial und Möbel unterstützt, die Computerausstattung leistungsfähig gehalten und es würden Schulveranstaltungen sowie Klasenfahrten gefördert. Nicht zuletzt legten die Mitglieder bei jährlichen Renovierungsaktionen kräftig Hand an.

Laut Herrn Waßmann sei die Schule so auch „die Reibfläche, an der sich bürgerliches und elterliches Engagement entzünden“ könne. Durch die Willensstärke der Gemeinde und die Tatkraft der Menschen werde ein besonderes schulisches Angebot in der Samtgemeinde erhalten.

Das gelte auch für den Kindergarten, konnte dessen Leiter Jens Weddermann berichten. Der Kindergarten sei einst aus einer Elterninitiative entstanden und werde noch heute von einem Trägerverein, dem Kindernest e.V. betrieben. Die integrative Arbeit zähle ebenso zu den Grundsätzen des zweigruppigen Kindergartens, wie die enge Kooperation mit der angrenzenden Grundschule. So würden die Kinder auch gut auf die Einschulung vorbereitet.
Auch im Kindergarten sei das bemerkenswerte Elternengagement nicht hinwegzudenken. Erst im letzten Sommer seien in zahllosen Arbeitstunden die Außenanlagen neu und aufwendig gestaltet worden, u.a. mit einer Burg aus Felsen und einer Spielfläche mit einem breiten Wasserlauf.

Die Kommission gelangte über einen der grünen Wanderwege Winnigstedts zum Bruchweg und erhielt dabei einen Einblick in weitere dörfliche Einrichtungen und Aktivitäten, insbesondere die leistungsfähige Stützpunktfeuerwehr und den sie unterstützenden Feuerwehr-Förderverein. Dessen Vorsitzender Bernd Melzer berichtete von den ermöglichten Anschaffungen von Ausrüstungsgegenständen und Übungsmaterial im Wert von einigen tausend Euro.

Am Bruchweg wurde der neu eröffnete Dorftreff auf dem Spargelhof Fenske aufgesucht. In rein dörflicher Initiative und unter Begleitung durch den Landkreis im Rahmen der Konzeption „Denk Dein Dorf“ sei mit dem Dorftreff „Grenzenlos“ ein Angebot für zwanglose Zusammenkunft und Kommunikation geschaffen worden, dass jeden Montag ab 15 Uhr seine Pforten öffne. Stellvertretend für das vielköpfige Organisationsteam berichtete Jennifer Burtzlaff über die weiteren Pläne, die auch kulturelle Veranstaltungen und sommerliche Events im Außenbereich in den Blick nähmen. Bürgermeister Waßmann erläuterte, dass man bewusst völlig auf die Kraft der dörflichen Gemeinschaft baue und behutsam nur das entwickelt habe, was nachgefragt, aber auch bespielt werden könne. Weiteres Wachstum sei keineswegs ausgeschlossen, blickte er optimistisch in die Zukunft. Er dankte an dieser Stelle dem Hofeigentümer Ralph Fenske, der nicht nur an der Organisation teilnehme, sondern die benötigten Räumlichkeiten kostenlos bereitstelle.

Die mittlerweile auf über 40 Personen angewachsene Gruppe hielt dann Einzug in das Schützenhaus, wie das Dorfgemeinschaftshaus in Winnigstedt genannt wird.

Hier startete, moderiert durch Florian Kneifel, schnell eine lebendige Diskussion um das dörfliche Leben: Welche Zutaten braucht es dazu? Wie kann ländlicher Raum für junge Menschen attraktiv erscheinen? Und was tut Winnigstedt dazu, dass es diesem Dorf anscheined recht gut gelingt, vermehrt junge Familien anzulocken? Schnell wurde klar: Für individuelles Engagement ist eine dörfliche Kulisse goldrichtig. Und ohne dieses Engagement sind Dörfer schnell öd und leer. In Winnigstedt mangelt es offensichtlich nicht an Identifikation mit dem Ort und dem Willen, mit anzupacken. Viele Vereine und bündelnde Organisationen wie Kulturring und Dorffestausschuss trügen entscheidend dazu bei, wie die Vorsitzenden Siegfried Richter und Mirco Mittag betonten.

Als Gast stellte der Schöppenstedter Bürgermeister Karl-Heinz Mühe heraus, dass größeren, zentralen Orten natürlich die Aufgabe zukäme, viele bedeutende Angebote vorzuhalten, wie etwa eine medizinische Versorgung und großflächigen Einzelhandel. Basisdienstleistungen müssten den umliegenden Orten allerdings erhalten bleiben, konterte Winnigstedts Bürgermeister Waßmann. Dazu gehöre auch die Grundschule, mit deren Erhalt das Zentrale-Orte-Konzept zwar nicht auf den Kopf gestellt, jedoch angemessen gedämpft werde. Nicht nur, um auch „Zündflächen für bürgerschaftliches Engagement“ und Leben im Dorf zu erhalten. Diana Bialojahn, Mutter von zwei Kindern sprach aus, was dann auch mehrmals aus der Runde bestätigt wurde: Junge Familien würden sich diesen Ort Winnigtedt aussuchen, weil es hier Kindergarten und Grundschule gebe.

Erika Eickhoff lenkte den Blick zurück auf ein besonderes Projekt der Vergangenheit, nämlich die Instandsetzung und Wiederbelebung der Christuskirche im östlichen Ortsteil, ehemals Klein-Winnigstedt. Die Besonderheit, zwei wunderschöne Kirche im Ort zu haben und nun auch nutzen zu können, war nur mit erheblichem finanziellen und bürgerschaftlichem Engagement aus dem Ort und von verschiedenen Stiftungen zu bekommen. Als besonderer Beweis der Identifikation der Winnigstedter mit ihrem Dorf gelte dies allemal, wurde unter Beifall festgehalten.

Der Blick von oben auf die beiden Kirchen, den wunderschön in grüne Natur eingebetteten Ort und die vielen Aktivitäten der Menschen bot zum Abschluss ein dreiminütiger Kurzfilm, ein Image-Video der Gemeinde. Dieser ist nun auch auf der Homepage der Gemeinde (www.winnigstedt.info/neuigkeiten) abrufbar.

Die Darstellung der Gemeinde überzeugte die Jury, wie schon beim vorweggegangenen Kreisentscheid am 15. August des Vorjahres. Damals hatte sich Winnigstedt gemeinsam mit Evessen den ersten Platz gesichert. Anders als Evessen bewarb sich Winnigstedt um Teilnahme am Landesentscheid. In dem zweistufigen Auswahlverfahren hat sich Winnigstedt nun zusammen mit Warberg und Räbke qualifiziert. Alle drei Dörfer treten damit gegen eine Reihe weiterer Ortschaften aus ganz Niedersachsen an.

Es bleibt also spannend. Aber, so Bürgermeister Waßmann, entscheidend sei der Gewinn, der jetzt schon auf der Hand liege: Die freigesetzte Kraft von vielen engangierten Menschen in Winnigstedt. Darüber empfinde er große Freude und Dankbarkeit.

Michael Waßmann, Bürgermeister, 2. Juni 2018″

Unser Dorf hat Zukunft!

Das ist nicht nur der Arbeitstitel eines Wettbewerbes, den der Landkreis Wolfenbüttel im Jahr 2017 erneut ausgerufen hat (siehe auch hier). Es ist auch eine bewusst betonte Feststellung für Winnigstedt, denn wir haben gemeinsam mit dem am Elm gelegenen Dorf Evessen den ersten Platz errungen.

Am 15. August 2017 haben die Winnigstedter dazu die Bewertungskommission des Landkreises durch den Ort geführt und aufgezeigt, wo sich das Engagement der Bürgerinnen und Bürger zeigt und welche Aktivitäten über den Jahreslauf den Ort beleben und bereichern.

Denn Winnigstedt liegt nicht nur in schöner Natur und Landschaft eingebettet. Lebenswert ist es vor allem auch, weil sich hier Menschen in den vielen Vereinen nachhaltig einbringen und sich für andere Menschen einsetzen.

Nun: Der Landesentscheid

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb! Nach der erfolgreichen Teilnahme am Kreisentscheid, der würdig begangen wurde am 2. November 2017 im Schützenhaus, zögerte man in Winnigstedt nicht lange: Die Entscheidung, auch am Landesentscheid in 2018 teilzunehmen, viel zügig und einmütig.
Im Februar 2018 wurde die Bewerbungsunterlage erstellt und abgegeben.
Während es im Dorf mit den vielen kleinen und großen Projekten munter weitergeht, erwarten wir nun mit Spannung den Besuch der Wettbewerbskommission. Die wird ihren Rundgang am 1. Juni 2018 von 11 bis 13 Uhr durchführen.
Empfangen wird Winnigstedt die Kommission am Schützenhaus, von wo aus es nach der Begrüßung in einem abwechslungsreichen Weg bis zur Christuskirche gehen wird.

Denk Dein Dorf!

Aus der erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme, die zur Teilnahme am Landeswettbewerb führt, ist zudem nun ein Prozess geboren worden, der dem Ort Winnigstedt helfen soll, sein Entwicklungspotential zu erkennen und zu nutzen. Es geht darum, Zukunft zu gestalten. Hierfür ist es gelungen, in einer Auftaktveranstaltung über 60 Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste mit der Lust auf Zukunft zu infizieren.

Aber, sehen Sie selbst!  Impressionen von der Auftaktveranstaltung am 14.11.2017

Natürlich ist ein Dorf im ländlichen Raum nicht nur auf Rosen gebettet. Die Landflucht hat Winnigstedt in den letzten Jahrzehnten manchen Einwohner gekostet. Es gibt leerstehende Immobilien und auch vernachlässigte Grundstücke. Aber, und so wurde es treffend formuliert, Leerstand beinhaltet auch Chancen, verlassene Grundstücke suchen nach einer neuen Zweckbestimmung. Diese Problematiken kennen auch größere Orte und Städte. Auf dem Land jedoch ist die Betroffenheit der Menschen – als Nachbarn oder als Engagierte im Dorfleben – vielleicht höher.

Dem Landkreis hat die Bewohnerschaft Winnigstedts vorgeführt, dass dies ein sehr aktiver Ort ist. Daher ist der Landkreis bereit, uns mit inhaltlichem und methodischem Fachwissen zu begleiten und uns dabei zu unterstützen, Projekte aus der Taufe zu heben. Dafür sagen wir: Herzlichen Dank!

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