Unser Grenzmuseum in neuem Glanz – Ideen gesucht!

Liebe Winnigstedterinnen und Winnigstedter,

das Grenzmuseum am Hessendamm steht für eine Vielfalt von Erfahrungen und Erinnerungen, die an den früheren Grenzverlauf geknüpft sind. Jahrzehntelang war hier „die Welt zu Ende“, es blieb nur der Blick auf unüberwindbare Sperranlagen und Ödnis, unterschwellig vielleicht mit Zorn vermischt. Es gab die unglaubliche Euphorie in den Wochen um die Grenzöffnung herum. Und mittlerweile ist freie Durchfahrt, freier Durchgang zwischen West und Ost seit Jahrzehnten schon Normalität.

All dies bebildert unser Museum anschaulich und auch eindrucksvoll.

Das Museum war aber auch in die Jahre gekommen. Im Haushalt der Gemeinde für 2025 hatte ich 20.000 € eingeplant, die der Rat bewilligt hat. Dieser Betrag war auch fast ausreichend, um das Museum und das Drumherum wieder in Schuss zu bringen.

Was nun noch fehlt, ist eine Erneuerung oder auch ein ganz andersartiger Ersatz für das plastische Modell der Grenze. Denn auch dieses ist nach Jahrzehnten hinter den Schaufenstern in der Sonne übergar und in Auflösung begriffen.
Eine Aufgabe für einen geschickten Modellbauer? Oder ein offenes Feld für pfiffige Ideen, was hier vielleicht an Neuem Platz finden könnte? Bringen Sie sich gerne mit Ihren Vorschlägen ein, schreiben Sie, mailen Sie mir oder rufen mich gerne an! (siehe Kontaktdaten)

Übrigens sind auch andere Grenzmuseen immer mal einen Besuch wert. Am 3. Oktober war ich auf Wanderschaft, eine weitere Etappe entlang des Grünen Bandes, womit ich an der Ostsee bei Travemünde vor zwei Jahren begonnen habe. Statt des heimischen Grenzmuseums (frisch saniert) habe ich zum 35. Jubiläumstag der Deutschen Einheit das Grenzmuseum in Schnackenburg (eine hübsche Stadt mit nur rd. 450 Einwohnern) besucht. Und es gab viel zu bestaunen!

(Michael Waßmann, Bürgermeister, 28.11.2025)

 

(Fotos: Nico Bialojahn – Danke dafür!)